AWO fordert: Menschen mit Behinderung besser schützen!

05. Mai Am heutigen europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen fordert die AWO Solidarität in Form von finanzieller, technischer und personeller Hilfe, die den Schutz und die Gesundheit besonders vulnerabler Personengruppen gewährleistet. Dazu erklärt Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes:

„Es wird immer noch zu wenig an Menschen mit Behinderungen gedacht, wenn es um Schutzmaßnahmen und Schutzkleidung geht. Wir bekommen aus der Praxis die Rückmeldung, dass Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe große Schwierigkeiten haben, an Schutzkleidung zu kommen. Und für viele Betroffenen sind die nötigen Isolationsmaßnahmen nicht so ohne Weiteres umzusetzen. Die AWO fordert daher Bund, Länder und Kommunen auf, die Gefahrenlagen von Menschen mit Behinderungen und anderen Risikogruppen vor Ort zu identifizieren – und gezielt zu unterstützen.

Menschen mit Behinderungen sind durch das neuartige Coronavirus mehrfach bedroht: Zum einen gehören sie oft zu der Gruppe, deren Leben potentiell durch eine Infektion gefährdet ist. Zum anderen ist der Zugang zu Schutzkleidung für sie, ihre Angehörigen und ihre Unterstützer an vielen Orten noch nicht sicher gestellt. Insbesondere Menschen mit Lernschwierigkeiten und psychischen Erkrankungen sind in dieser Krise ganz besonders von Ausgehverboten und Auflagen betroffen.

Wird Assistenz benötigt oder Betreuung, stehen viele Betroffene und ihre Angehörigen jetzt vor der Frage, ob sie diese angesichts des Risikos durch weitere Kontakte in Anspruch nehmen sollen oder nicht.

Das Recht auf Gesundheit ist jedoch auch in Krisenzeiten ein Menschenrecht. Dafür müssen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Aus Sicht der AWO muss die gesundheitliche Versorgung sozial benachteiligter Menschen in den Fokus der Anstrengungen rücken.  Nur durch zielgruppenspezifische Schutzmaßnahmen können Leben gerettet werden. Die Belange von Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen, ihren Angehörigen und Unterstützern müssen von Anfang an kontinuierlich mit berücksichtigt werden!“

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